So much for playing live

Ausser Spesen nix gewesen, Herr Aström. Ich muss leider sagen, dass ich selten auf einem zäheren Konzert gewesen bin. Kristofer Aström mit Akustikgitarre kann ja schon langatmig geraten, aber mit Band driftet der Gute leider völlig in die Belanglosigkeit ab. Da hilft auch die kleine Britta Persson mit dem hübschen Stimmchen nicht, von der ich sagte:

„Süß, wie die so unbeholfen auf der Bühne steht.“

Darauf ein Freund: „Wir finden das süß, weil wir das so gewohnt sind in diesen Clubs. Eigentlich ist das Psycho.“

Zurück zu Krissy Aström. Der mag ja ein guter Songwriter sein, aber mit dem Charisma eines Bahnschaffners kann man das halt nicht so dolle vermitteln. Und auch das aktuelle Album „So much for staying alive“ ist seltsam emotionslos geblieben. Sogar das unglaubliche „The Wild“ vom Vorgängeralbum „Loupita“ hat man für die neue Platte vollkommen gefühlsbereinigt. Somit blieb an dem Abend ein akutisches „All Lover’s Hell“ als Zugabe mein einziger, schwacher Trost.

Und anschließend: Seid ihr wahnsinnig, ihr zwanzigjährigen Zombiemädchen? Mit Infrarotlampen im Magnet den Traumtyp suchen? Benehmt euch.

9 comments / Add your comment below

  1. Ich will ja nicht klugscheißern, aber dass der Mann nicht rockt, hätte ich Dir vorher sagen können. Hättest Du nur gefragt. Live ist nur Tocotronic schlimmer. Was treibst Du am Wochenende? Ich sehe, wir trampeln auf gleichen Pfaden.

  2. jajaja. ich wusste es eigentlich ja auch. dumme sentimentalität und dieses dumme lied (the wild) und der dumme letzte sommer haben meine erinnerung verwässert, weil ich ihn tatsächlich köln 2002 schon mal gesehen und auch da für langweilig befunden hatte. fireside sind fetziger. am samstag bin ich erstmal hier beschäftigt und dann vielleicht da. heute keine ahnung. ideen?

    PS: das ist übrigens sehenswert. kommen sie doch mit vielen freunden vorbei.

  3. Frittiersalon am Samstag klingt durchaus verlockend. Vorher gibt es noch eine unsägliche Pflichtveranstaltung, von der ich später bei mir an Bord noch berichten werden. Heute Abend werde ich versuchen, mich von der gestrigen Nacht zu erholen, besser von der fehlenden, denn sie dauerte nur knapp zwei Stunden an. Vielleicht schlumpfe ich gemütlich in irgendeine Freiluft-Bar. Rentnerprogramm jedenfalls.

    Du bist aber ein fleissiger Schreiber! Ich kommemit dem Lesen nicht hinterher, so gern ich auch möchte.

  4. meine Tipp für Abende, die nicht in die Hose gehen:

    seht Euch Bands an, die ihr nicht kennt – sie werden euch nicht enttäuschen. (Ich war bei Aström und er war nicht besser und nicht schlechter als ich ihn vorher kannte, denn da kannte ich ihn ja noch nicht.)

  5. @Dirkster
    Mache ich regelmässig. einfach so in den blauen Dunst. Ist aber auch schon janz schön in die Hose gegangen.

    @Burnston
    Meine Güte, bist Du strukturiert. Ich werde am Samstag gaaaanz spät noch mal im Deep, Alte Bötzowbrauerei aufrocken. See ya, irgendwo.

  6. hoffe, der tunten grand prix war spaßig. deep war nicht mehrheitsfähig an dem abend, dann eben wieder magnet. es ist wie verhext. je weniger ich dort hin gehen will, desto öfter lande ich da. nächster versuch..?

  7. Machen wir! Ich war irgendwie sicher, dass wir uns Im Frittiersalon schon irgendwie erkennen würden, so Blogger unter sich;-) Wenn Du für Donnerstag spaßige Pläne hast, let me know.

    Die Party war echt cool, wider Erwarten. Ich war furchtbar schnell furchtbar betrunken, dann nächste Party, B-Day eines Freundes: Die war öde, bis ich kam. Ehrlich, ich habe die Hütte gerockt. Und da die Party in der Torstraße war, sind wir anschließend in die BötzowBrauerei, und das war wie immer lohnenswert. Um dem Abend, oder besser gesagt dem Morgen, noch die Trash-Komponente zu geben, war ich mit vier heteros im SchwuZ, ich weiß gar nicht, warum mir die Idee kam. Böse war´s, bis morgens um 11.

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