Mag

Ich mag die Beine von Heike Makatsch. Ich mag Rührei mit Schafskäse und Speck. Ich mag Davey Van Bohlens Stimme, wenn sie in Schieflage gerät. Ich mag die Zionskirche in ihrem noblesken Zerfall. Ich mag Anrufe von betrunkenen Freunden um fünf Uhr früh. Ich mag weibliche Blender. Ich mag meine kleine Babynichte. Ich mag den anstehenden Besuch von Fremden. Ich mag es, der Han Solo im Korb zu sein. Ich mag die übereifrigen, viel zu frühen Dämmerungen. Ich mag die textile Aufrüstung der Berliner Modemenschen, ich mag die Kanäle im Dunkeln, ich mag Nate Fisher aus Six Feet Under. Ich mag Buddha und Bob Dylan. Ich mag Johanniskrautpastillen. Ich mag Reese Witherspoon und toskanische Villen. Ich mag den Winter, weil er mich an den Sommer erinnert und ich mag meine Mama. Ich mag sogar morgen aber für heute mag ich meine Ruhe haben.

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  1. und ich mag, das ich gestern abend etwas sehr ähnliches mit anderem inhalt tippte, und das jetzt lächelnd auf halde lege, für einen anderen montag.
    ( an dieser stelle denken sie sich bitte ein müdes, aber satt lächelndes smiley-tier, welches einen kaffee gen berlin schwenkt. )

  2. Hab das gerade mal in Rolfs Originalmetrik gelesen und mich kaputtgelacht…

    „Ich mag die Beine von Heike MaKATSCH…“
    „Ich mag Buddha und BOB DüLÄÄN…“
    Tolltolltoll…

  3. Oh mann… mal schnell in die Plattenkiste greifen und was gutes raussuchen, damit ich nach der Lektüre Deines grandiosfamosen Textes nicht gleich noch einen Zuckowskiwurm im Ohr habe! ;)

  4. Die sind geruchslos, MC. Vermutlich rollst du deine noch selbst.

    Niemand ruft so spät an, wer würde sich das denn trauen? Betrunkene Blueser höchstens.

  5. man mag sogleich das eigene mögen zum besten geben.
    aber ich mag, das was britt sagt und streicht und dabei errötet eben auch gesagt haben.
    so betrachte ich still und freue mich.

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