Death Moon Udo

Eine weitere halbbiografische Notiz bezieht sich rückwirkend auf meine jüngst verfasste Abhandlung über Werwölfe in Film und Fernsehen. Samstag Spätnacht habe ich ein besonders bemitleidenswertes Exemplar im ZDF gesehen. Der Wolf in „Death Moon“ befand sich auf Hawaii, vielleicht war das der Grund für sein legeres fluffiges Sommerfell. Sprechen wir nicht mehr darüber. Sprechen wir vielmehr darüber, dass unser Münchner Tatort Kommissar Udo Wachtveitel offensichtlich bereits in amerikanischen TV-Horrorfilm-Produktionen der Siebziger cineastische Morgenluft wittern durfte. Das ist nicht Robert Foxworth, die B-Movie Legende, das ist uns Udo. Überzeugt euch selbst an dem Foto ganz unten.

Gefreut hat mich auch die Ausstrahlung eines Crime-Klassikers namens „To Live And Die In L.A.“ auf NDR mit einem entfesselten Willem Dafoe in einer kaum polarisierenden Schurkenrolle. Man muss den smarten Pekuniärkünstler einfach mögen, während man fast erleichtert ist, wenn dem schon wieder ein bisschen Udo-Wachtveitl-artigen Main Cop am Ende das Gesicht in acht Teile zerschossen wird. Grandiose Beinleistungen von Darlanne Fluegel und Bianca Torres runden das Ganze zu einem echten Genreklassiker ab. Seit Kindesbeinen einer meiner Lieblingskrimis, von dem schockfrostenden Roland D-10 Soundtrack mal abgesehen.

Udo Wachtveitl in „Death Moon“

15 comments / Add your comment below

  1. oha, gestapo-methoden bei der berliner abfallbeseitigung? ich hätte da ja vor schreck schon alles möglich das klo heruntergespült ;-)

  2. Das Foto, was hat es zu bedeuten, überhaupt Bedeutung? Handelt es sich dabei nicht um Mel Gibson (Meuterei auf der Bounty)??? Irgendwie macht es mich immer nervös, wenn ich Filme nicht erkenne.

  3. Hätten Sie den Artikel aufmerksam gelesen, Herr Bunbury, wüssten Sie jetzt, dass es sich um ein Szenenfoto aus dem Film „Death Moon“ handelt. Zumindest läge die Vermutung nahe. Ich werde sogleich noch eine entsprechende Kennzeichnung vornehmen.

  4. also ich kann den Bunbury verstehen. Ich hätt auch erst gedacht, das wär´ der Chase Gioberti aus Falcon Crest. In jungen Jahren, versteht sich. Bis ich dann diese Melodie wieder im Ohr hatte, dieses Come on Baby Franz Leitmayr.

    P.S.: Morgen Abend im BR in einer Tatort-Wiederholung zu sehen, 22.15: Im Herzen Eiszeit. Wie ungemein passend für diesen gar so beschaulich von der Sonne angeschienenen Januar. Musik und Hauptverdächtiger: Rio Reiser. Wenn eine-/r auch so gern den Münchner Tatort mag…

  5. An Rationaut: Ich mag ihn auch so gern, den Tatort. Je carlolastiger, desto besser.

    An Roman L.: Machen Sie sich mal keine falschen Vorstellungen von der BSR, mein Herr. Alle Mülltüten, die von den Hausbewohnern aufgrund von Platzmangel neben den Mülltonnen liegen gelassen wurden, liegen auch jetzt noch da.

  6. Erstaunlich. Die Müllabfuhr hat aus denselben Gründen auch bei mir Sturm geklingelt heut. Nur mit weniger Berliner Schnauze und mehr westfälischer Störrigkeit. Gute Besserung, Bestester!

  7. Also ich dachte zuerst an Sean Penn. Aber der macht seit 1997 glaub´ ich nicht mehr beim Bayern-Tatort mit.

    Die Müllabführ kommt neuerdings 2x die Woche, frühmorgens um 8.30h und reisst dem MC aus den versautesten Träumen.

    Montag Plastik.
    Dienstag Reste.

    Also genau, wie die Träume. Ob der Mond sie beeinflusst?

  8. Liz: Schon passiert. Die Verirrung kam durch einen gewissen Don Alphonso. Eine günstige Verirrung wie ich meinen möchte. Denn so hab ich auch Ms. Moreno kennengelernt.

    Emfield: Du Assoziations-As!

    Danke, Ole, mein löblicher Gefährte.

  9. So, da ist der Wachtveitl also jetzt bei der Müllabfuhr. Interessant. Kein Wunder, wenn er sich da ’ne Grippe holt, bei diesem Wetter.

  10. Sowas passiert mir ständig. Cholerische Anfälle gehören heute einfach dazu, gerade wenn man den ganzen Tag mit der alltäglichen Reizüberflutung zu kämpfen hat. Da darf dann einfach nichts mehr dazwischen kommen, sonst: klick und aus….
    Check http://www.N-2-1.ag.vu

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