Der schwarze Tod im Sonderangebot

Gestern am Flohmarkt gewesen und nach etwas gebrauchter Pest und Cholera geguckt, weil zuhause wieder nichts mehr war und Neuware einfach zu teuer ist. Jeder, der etwas auf sich hält, ist zusammengekommen, hat sich hübsch gemacht und teuren Schwefelgeruch aufgetragen. Überall nur nagelneue Lumpen, zerfressene Frisuren und Leggins direkt aus dem Fegefeuer. Egal ob Todträger oder Sargplatten, es gab einfach wieder mal alles auf dem Flohmarkt Mauerpark. Skelette trödelten mit Zuhältern Hand in Hand von Stand zu Stand und der Devotionalienhandel blühte auf mit ausgestopften Mitte-Hirnis und hirnlosen Schrumpfköpfen vom Prenzlauer Berg, eingelegt in Aspik. Sogar das Wetter spielte mit und bevor die Sonne vom Herbst aufgefressen wird, brühte sie noch einmal ein bisschen unsere Scharen von Modezombies auf. Ach, es war ein wundervoller Tag in der Hölle.

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  1. Nun, ich habe davon geträumt, dass ich in einem Haus geschlafen habe, wo ein Massenmörder kurz vorher zugeschlagen hat. Und Markus Kavka hatte mich noch gewarnt.

  2. Le mort noir… der fehlte definitiv auf dem Flohmarkt (resp./ marché aux puces) über den ich gestern geschlurft bin, um immerhin die erste BRMC-Scheibe für 2 € zu ergattern…

  3. Markus Kavka hat dich doch nur gewarnt, um die Telefonnummer deiner Praktikantin zu bekommen. Dem fehle nämlich anscheinend auch noch ne kompetente Redaktionsassistenz, munkelte man in Geschäftskreisen an Samstagabenden.

  4. Markus Kavka will dem Chef die Praktikantin ausspannen. (Ähm, bis wann geht eigentlich das Praktikum? Hab ja immer noch keinen Arbeitsvertrag…)

  5. Ähm Chef, ich mach jetz Feierabend. Ach und: Sie sollten besser ihre Schublade mit den Nummernheftchen nicht unverschlossen herumliegen lassen. Anscheinend hat der Kavka sie mit einer kleinen Spezialkamera ausgestattet oder die fesche Biene, die vorhin auf ihrem Schreibtisch saß und so verführerisch die Lippen schürzte, wurde von ihm bezahlt, um sie auszuspionieren. Ich dachte, sie seien schlauer… Naja, wir gehen dann jedenfalls essen. Schüssi!

    Und machense nich wieder so lange Überstunden, sonst wird das nix mit dem Fototermin morgen.

  6. Ich war Samstagmorgen im Büro und Sonntagmittag, während sie ihren Rausch ausschliefen. Ähm ja. Mehr muss man dazu ja wohl nicht sagen. Winkend,

    das Mädchen mit dem Rock

  7. Also zuerst mal muss ich zum Feierabend was sagen: Dreiviertel sechse grenzt nun wirklich schon an Unverschämtheit. Principiis obsta! kann ich da nur sagen, Burns. Principiis obsta!

    Außerdem haben da nach den paar Tagen schon die ersten Unsicherheiten in der Orthographie Platz gegriffen. Tät ich auf gar keinen Fall durchgehen lassen.

    Liesi, was dem Kavka fehlt, das ist keine kompetente Redaktionsassistenz. Diesem Mann fehlt schlicht und einfach, dass ihn endlich jemand zurück nach Manching prügelt. Und zwar den ganzen Weg dorthin sollte einer neben ihm hergehen und abwechselnd Fotze und Herrschaften sagen.

  8. Danke, da war ein Machtwort fällig, auch wenn ich den Maxl ja ansonsten gut leiden kann. Die Liesi hat heut abend aber nacharbeiten müssen, deshalb sei jetzt mal ein Auge zugedrückt für heute. Aber merci, Ratze, auf dich ist halt Verlass.

  9. „Wir können das auch nicht so genau sagen. Ziehen wir doch mal einen Experte zu Rate und schalten um auf Herrn Rationalstürmer. Nun live aus UnterdemSchreibtisch…Misteeeer Ratzeeee“

  10. Ratze,

    reiss dich zsam, über meine Mitarbeiter lass ich nix kommen. Auch wenn ich dich in der Angelegenheit Kavka auf den Plan gerufen habe, steht die gute Liz unter meinem persönlichen rethorischen Schutz. Da ich annehme, dass du dich nicht entschuldigen magst, kannst du ja wenigstens das Kriegshackl begraben, falls es überhaupt an der frischen Luft war.

    gezeichnet,
    Der Chef

  11. Schmarrn Kriegshackl, wia kimmstn du auf sowos? Wo ich doch sozusagen nach mir selber der zweitfriedliebendste Mensch auf dera Erd bin. Des muaßi ja woi net extra dazuasagn. Und übahaupts, warum soid denn i mi entschuidgn, wenn dei gschnapperts Rotzdiandal de Bappn gar a so ausgschamt aufreißt?

    Gehweida Scheff, a wengal pflanzn und tratzn hod no neamd net was gschadt. Und aussadem brauchts ja in an jedn gscheidn Praktikum in dera Braasche aa sowos wia a zünftige Krisn-PR, des konns dann glei amoi leana. Muaßtas ihra hoid zerscht übersetzn, aber des packt de scho. Is ja net auf da Brennsuppn dahergschwomma, dei Easy-Liesi.

  12. Na gut, des mit dem Grisn-Management seh ich ein und a weng a bairisch kann auch net schadn, obwohl sie jetzt eh schon a bissl mehr kann als der herkömmliche Preiss (der ja nix kann). Du als mein lobgekrönter Chef-Kommentator und Anwärter auf den Grimmig-Preis kannst dich natürlich in der Erziehung meiner Praktikanten durchaus nützlich machen, da hast schon recht. Ich kann mich natürlich meinem Beschützerinstinkt dennoch nicht entziehen. Im Grunde hat jeder was davon. Servus und Gut Nacht, Oida.

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