So sehen Sieger aus

von Lisa Rank

Pünktlich zum Wochenbeginn verkündet Mr. Burnster seinen Wahlsieg. Der Sonntag gehörte ganz ihm und jetzt auch die Zukunft dieser Stadt. Die Zahlen sprechen für sich, das Gesicht unseres Kandidaten auch.

Natürlich tätigte er seinen Urnengang am Sonntag in angemessener Kleidung. Und nicht ohne seine Mitbürger vorher noch einmal auf seine Erfolge und ihre Möglichkeiten zur Partizipation an diesen hinzuweisen. Wo auch immer er sich sehen ließ, die kleinen Kinder fuhren jubelnd Kreise auf dem Dreirad und die Mütter versteckten ihre Eheringe. Burnster dankte Ihnen die Aufmerksamkeit mit einem charmanten Lächeln. Auf seinem sonntäglichen Streifzug durch die städtlichen Gefilde fiel ihm die Bestätigung für seine Arbeit an dieser Stadt immer wieder vor die Füße. Ob Straßenkunst oder öffentlicher Catwalk, ob Gutwettersaison oder kinderwagenfreundliche Gehwegsbreiten – Burnster weiß, was er geschafft hat. Und bedankt sich hiermit recht herzlich bei seinen Wählerinnen und Wählern. Diese Woche können Sie ihm Glückwünsche natürlich auch persönlich überbringen. Im Rahmen der Popkomm wird er in ganz Berlin auf der Suche nach Inspiration und Heiterkeit sein. Schütteln Sie ihm die Hand, gehen Sie auf ihn zu. Er beißt nicht mehr.

33 comments / Add your comment below

  1. Och, Sie haben doch noch nie gebissen! Nu‘ tun’se doch nich so!

    (Das Geilste gestern war doch die FFF, die Friedbert-Frust-Fresse, oder? Selten habe ich mich an einem Looser so gerne satt gesehen!)

  2. So stelle ich mir einen echten Helden des Boulevards und der Weltpolitik vor. Glückwunsch aus dem fernen Frankfurt, Herr Genosse – ich wusste, Sie würden es schaffen.

  3. Uh, oh. Die Durchstreichfunktion rettet dir vielleicht deinen Hals, aber jetzt hats dich auf dem Kieker, Nobs.

    Mir ist sie im Moment aber auch a weng zu nassforsch für ihr Alter und ihre Position im Unternehmen. Sie hat sich halt ganz geschickt bereits in der ersten Woche nahezu unentbehrlich gemacht und jetzt nimmt sie ihren alten Chef auf den Arm wie’s ihr beliebt. Es ist ja nicht so, dass ich kein Machtwort sprechen würde, aber hier hört ja niemand auf mich. Vielleicht verkauf ich auch an den Murdoch. Immerhin weiß ich jetzt was Unternehmen dazu treibt.

  4. Chef, könnten´s bitte a weng mehr auf ihre Kommata achten? Wenigstens in den Kommentaren, gell?…Sonst foits wieder auf mi zrück…

    (Nassforsch ist ja doch reichlich – äh – ja, was eigentlich?)

  5. Ich uns auch. Gut auch, dass sie sein Bild auf dem Schreibtisch stehen haben. Sie wissen nun also auch, warum ich mich immer so beherzt vorbeuge, wenn ich hinter Ihnen steh.

  6. Verwirrte…ääh…verehrte junge Dame,

    ich weiß nicht, was Sie mir mit diesem Eintrag sagen möchten oder welches Wesen Ihr offensichtlich etwas überlasteter Geist zu verbannen sucht, aber lassen Sie sich sagen: die moderne Psychiatrie und die chemische Industrie hilft!
    Ich liebe niemanden auf diesem großen Planeten und schon gar nicht so offensichtlich hilfsbedürftige Menschen wie Sie.

  7. Hier wird nicht rumgepöbelt, Spezi Coatbuster. Schon gar nicht gegen meine Praktikantin. Bitte hinter die Ohren schreiben, oder einfach nicht mehr kommentieren. Sonst setzt es mehr als nur einen Satz heiße Foren.

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