Do Look Back In Anger (1)

Der offizielle St. Burnster Jahresrückblick 2006
Heute: Januar

(Ein wahres Linkgewitter)

Wie es im Hause Burnster Tradition ist, fing das neue Jahr mit einer misslungenen Silvesternacht an. Aber da lass ich mir die Butter auch in Zukunft nicht vom Brot nehmen. Silvester bleibt beschissen. Aus, Basta, Amen.

Das Jahr 2006 begann dann aber dennoch relativ gewitzt, da ich zu Weihnachten die Gerhard Polt DVD Kollektion „Fast wie im richtigen Leben“ geschenkt bekommen hatte und somit die ersten Lacher des jungen ahres auf meiner Seite verbuchen konnte. Erst jüngst hab ich die Box mit dem fantastischen Abschluss „Der Bürermeister von Moskau“ zueende geschaut und dieses Poltsche Plädoyer für Völkerverständigung in Zeiten des kalten Kriegs ist ein Meisterwerk und sollte auch jedem Preußen, Franken oder Schwaben zwangsvorgeführt werden. Apropos Preußen. Damals hat der schmerzlich vermisste liebe Schroeder noch kommentiert und selbst gebloggt.

Danach ging es langsam, aber stetig bergab und der eigentlich eher marginal gemeinte Motzartikel „Der Positivist“ brachte mir unverständlicherweise einen Don Alphons Link ein, dem unendlich viele junge Menschen gefolgt waren, die jetzt alle denken, ich würde humpeln. Die Schokocroissantlage hat sich übrigens bis heute nicht entspannt. Wie gut, dass ich im Croissantparadies Barcelona weile.

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Der grauenvollen Zeit der dermatologischen Selbstentblätterung konnte ich nur den besten Krimi des Jahres (und das schon im Januar) entgegen halten, der die Blogosphäre noch über viele Wochen in und außer Atem halten sollte. Die Burns Verschwörung war geboren und ich prüfe immer noch die Drehbücher und Verfilmungsangebote. Momentan sind Hugh Jackmann als St. Burnster und Harvey Keitel als Fons Tensfelder im Gespräch. Schöne Grüße vom Fons übrigens. Der ist ja auch hier in Barcelona und belegt gerade einen Katalanisch-Kurs, weil er eine Marie Rosa kennengelernt hat, geboren in Tarragona.

Januar war auch der Monat, in dem ich dank Kid 37 endlich Herrn Naughty James entdecken durfte. Der Prototyp eines lichterloh ausbrennenden Early-Twen-Bohemians und Fotografen aus der Londoner Künstlerszene, den ich einige Monate später sogar persönlich kennenlernen durfte, war damals übrigens noch in Begleitung der reizenden Sara Goss. Viel Spaß beim Subtext entschlüsseln, wenn ihr im famosen NJ Archiv kramt.

Wie man an folgendem Text sieht, war mein Wille gegenüber der hereinbrechenden Grabeskälte und der einhergehenden Winterdepression noch nicht ganz gebrochen. Trotzdem war es eine gute Zeit, um die gelegentlich widerwärtige Kombination von Sex und Gefühlen mal etwas drastisch darzustellen.

Ohnehin geschwächt durch soviel winterliche Ernsthaftigkeit brach ich zu meinem letzten Kreuzzug auf und ich muss leider resümieren, dass ich trotz eurer tatkräftigen Unterstützung dem Endgegner bis heute nicht das Handwerk zu legen vermochte.

Dann auch noch dieser Schock: Der Würger von St. Pauli war spurlos verschwunden. Hatte ihn etwas der falsche Burnster auf dem Kerbholz. Gottseidank klärte sich auch dieses Rätsel bald von selbst und bevor ich in nach einem kurzen und unterkühltem Abstecher nach Las Vegas den grauenvollen Februar beginnen konnte, tröstete mich Herbert Grönemeyer noch mit seiner Coverversion eines Sealevel Songs

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Fortsetzung folgt…

12 Gedanken zu „Do Look Back In Anger (1)

  1. Erstmal nehm ich das Fotogeschleime von neulich wieder zurück, obwohl ich wegen der Hommage immer noch sehr gerührt bin. Hilft aber nix, auf dem Bild da oben schaust du aus wie ein Wahnsinniger. Wahrscheinlich hast dich net entscheiden können, obs jetzt Osborne oder Oasis gemeint hast, und genau in dem Augenblick hat einer auf den Auslöser gedrückt.

    I hob ma aussadem a Kasbrot bsteit, und des is oiwei no net da.

  2. Willst du Ende des Jahres nochma in die Blogcharts und verlinkst dich jetz ganz oft selbst oder was is hier los?

  3. Ratze: Macht nix. Eigentlich wollt ich ja grantig schauen, aber der Kollege rechts aus dem CCCB (nicht das CBGB) hat mich ein wenig von meiner ursprünglichen Linie abgebracht. Jetzt müsste es heissen: Don’t look back in anger, look back in madness. Aber das erschien mir jetzt als Überschrift zu far-fetched wie der Engländer sagt.

    Liz: Durch Selbstverlinkung kommt man nicht in die Blogcharts, Liebchen. Ich will den neuen und alten Lesern einfach nur noch mal vor Augen führen, was für Sternstunden sie verpasst haben. Auch du hast sicher noch Nachholbedarf, was mein Archiv angeht.

  4. Gottchen, hattest Du ’nen astrengenden Januar. Ich habe 01/2006 nur auf meinen Kontoauszug geguckt und geweint!

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