Do Look Back In Anger (2)

Der offizielle St. Burnster Jahresrückblick 2006
Heute: Februar

(Weil eh keiner ganz liest, jetzt erst recht!)

Der Soundtrack für einen beschissenen Dreckswinter läutete mein Februarslamento ein, während sich die Burns-Verschwörung nach dem Tod von Rationalstürmer und der blutigen Rückkehr von Fons Tensfelder auf ihrem vorläufigen Höhepunkt befand.

Für alle jungen Menschen, die die Schnauze voll hatten von Warten und Selbstbeherrschung stießen MC Winkel und ich die bestehende Weltordnung um und riefen die Revolution aus. Dieser Aktion hatte ich damals meinen absoluten Besucherrekord zu verdanken, aber nachdem die Meisten gemerkt hatten, dass es hier nicht ganz so fröhlich wie bei Winkels unterm Sofa zugeht, wanderten sie auch flink wieder von dannen. Dennoch Riesenrundumschlag einer Bewegung, die sich auch heute noch zahlreicher Anhänger erfreut, die in der Hauptsache noch immer treu vom Kettenhund der enttäuschten Endverbraucher, Mathias Winks, bestätigt werden.

Dieser Artikel erinnert mich daran, dass ich eigentlich mal wieder Schweinebraten toskanische Art herstellen wollte und dass mir die deliriösen Abende mit dem mittlerweile Papa gewordenen mächtigen Ivar von Island fehlen. Und wer war wohl diese Liv Tyler aus der 8mm Bar? Gekonnt verdrängt.

Dass der Februar echt eine emotionale Dürreperiode gewesen sein muss, merkt man an der Tatsache, dass ich vor lauter Langeweile auch noch angefangen habe, zu podcasten. I hang my head.

Einer der besten Beiträge des Jahres kommt selbstverständlich nicht von mir, sondern vom damals totgeglaubten Rationalstürmer, der mit diesem Meisterwerk kurz vor seinem Comeback stand, das – wie wir ja heute wissen – von Erfolg und Qualität en masse gekrönt ist. Sein „Titten raus, es wird Frühling!“ kam allerdings etwas verfrüht muss ich im Nachhinein sagen.

Inspiriert von einer genialen Kollage des Hamburger Künstlers Herrn ZAF ergriff ich die Gelegenheit, meinen Lesern endlich aus meiner Vergangenheit bei Capitol Records zu erzählen.

cowby.jpg

Die Cowboys From Hell Trilogie ist ein wildwestromantischer Ausritt ins absurde Faschingstreiben eines gewissen Herrn B. (alias The Man In Black) und der Beweis, dass auch echte Cowboys nicht immer „eine abkriegen“, um Dr. Sno* zu zitieren, der mit diesem Beitrag auch seinen Kommentareinstand gab, wenn ich mich nicht irre. Zumindest habe ich ihn seitdem auf dem Kieker. Der auf die Trilogie angedachte vierte Teil sollte ja im Mutterland des Karnevals selbst spielen. Doch der Kölner Ausflug wurde zum Desaster, zu armselig und pointenarm, um ihn zu bloggen. Einen Tag hab ich den Schmarrn dort ausgehalten. Einen Tag, dann bin ich ins von Karneval hermetisch abgeriegelte Berlin geflohen.

Und für diesen Artikel werde ich auch heute noch weltweit unter dem Suchbegriff „Blonde Schwedinnen“ bei Google verfolgt.

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Zum Jahresrückblick Januar 2006 geht’s hier lang!

16 Gedanken zu „Do Look Back In Anger (2)

  1. Freilich, Burnse. Zu Passauer Zeiten hab ich ja auch beim Billigtanken in Österreich immer erst dann die Zapfpistole auslassen, wenns mir schon über die Füß glaufen is, hat ja nix kost, der Benzin. Da kann man dann schon im Jahresrückblick auch alles mit neistecken, was da is, und das Jahr war ja lang.

    Apropos neistecken, ich mein, ins Rohr schieben: Erinner ich mich da recht, dass die Vita, du und ich noch eine Schweinsbratensause offen ham?

  2. Bei all deiner Hellsicht und sonstiger Erleuchtung, darf ich dir mitteilen, dass ich zwar bei besagtem Eintrag auch nicht mein Maul halten konnte, ich dich allerdings schon früher, nämlich nach Durchlesen des bislang allergeilsten Impressums, in mein Leseherz geschlossen habe (direkt links oben, neben Clever&Smart).

    So jetzt ist es raus. Willst du mich heiraten?

  3. Na gut, dann kann ich ja auch zugeben, dass ich auch net nur brav auf dich gewartet hab, während du gemeint hast, du tätst dich in Barzeloona verwirklichen müssen. Mach doch wasd willst mit deinem oberbayerischen Flietscherl. Den Schweinsbraten gibts halt dann im Rahmen eines romantischen Pärchenabends. Ich verzicht doch wegen deine Spassettln net auf seibagmachte Semmeknedl.

  4. Liz, nachdem ich vorgestern von einem !!Österreicher!! (noch dazu vollkommen zu unrecht) als „Saupreiss“ bezeichnet wurde, kann ich das jetzt direkt nachvollziehen.

  5. Was kannst du nachvollziehen? Ich bin schon wieder völlig raus. Dafür mache ich nächste Woche meinen eigenen Schweinebraten. HA!

  6. Dass man (ich will jetzt den Ratze hier nicht extra nochmal outen) dich aufgrund momentan mangelnder passender Mundart sofort diffamiert (und um die Bierbratsau bringt).

    Boarisch red ma nämlich net mit am jeden.

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