Im Bett mit St. Burnster

St. Burnster interviewt seine Leser

Nach Markus Kavka, MC Winkel und der einzigartigen Babs Blender, war es schwer, noch eine Schippe draufzulegen. Aber es ist vollbracht. Mein heutiger Kandidat ist folgerichtig einer der eifrigsten Leser meiner Seite, alles Andere als ein Unbekannter und man kann sich supergut mit ihm sehen lassen. Ich spare mir die ausufernde Vorrede und begrüße heute als meinen Gast bei „Im Bett mit…“ niemand geringeren als St. Burnster vom Neuen Nordstrand.

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Seit wann liest du St. Burnster?
Um genau zu sein, seit dem 11. April 2005.

Wie verstehst du dich privat mit mir?

Eigentlich ganz gut. Manchmal gibt es Unstimmigkeiten, aber nichts, was man nicht durch ein klärendes Gespräch aus der Welt schaffen könnte.

Woher kennst du mich?
Ach, das geht lange zurück. Eigentlich könnte man sagen, wir kennen uns schon aus dem Kindergarten. Wir waren immer gute Freunde und selbst wenn wir uns mal aus den Augen verloren haben, hat immer einer den anderen wieder kontaktiert nach einer gewissen Zeit.

Was gefällt dir am besten an burnster.de?
Eigentlich wie du schreibst. Du bastelst so bizarre und gleichzeitig reale Welten zusammen in deinen Texten, in denen ich mich oft wiedererkenne. Und du schießt klasse Fotos.

Du bist ja selbst Blogger. Welchen Stellenwert nimmt das Bloggen in deinem Leben ein?
Einen größeren, als ich immer wollte. Die Welt, die ich in meinen Beiträgen und Geschichten erschaffe, ist teilweise lebendiger geworden, als ich mir das gewünscht habe. Und die Welt die ich erlebe, trägt Züge jener, die ich erfinde. Ein wenig beängstigend ist das schon. Das erhöht für meinen Geschmack etwas unfreiwillig den Stellenwert. Aber dass diese Bloggerei ein Eiertanz wird, wusste ich schon, als ich damals damit anfing.

Warum hast du eigentlich damit angefangen?

Ich wollte schon immer ein eigenes Journal mit eigenen Lesern haben. Mein eigener Chefredakteur, Hauptautor, Fotograf, Kolumnist und Praktikant in Personalunion. Und das hab ich jetzt. Ich und meine Leser, wir gehen zusammen durchs Leben. Da geht keiner insolvent, wir machen durch bis morgen früh und singen bumsfallera.

Apropos Insolvenz. Wie sieht’s mit Businessmodellen für Burnster.de aus? Werbung, Sponsorship?
Ich denke nicht, dass uns so etwas blüht. Schließlich bin ich berufstätig und verdiene auf mehr oder minder ehrliche Art mein Geld. Somit lebe ich in dem Luxus, meine Erfolgsmarke St. Burnster nicht verkaufen zu müssen.

Was machst du eigentlich beruflich?
Ach, das will ich eigentlich gar nicht breittreten. Ich bin in der Musikbranche und im Onlinebereich tätig. Das muss genügen.

Du bist doch auch Musiker. Was ist dir wichtiger, die Musik oder das Schreiben?
Ähem, da gibt es keine Abstufungen. Was mir grade einfällt, das bring ich zu Papier bzw. zu Gehör. Brunzbieselegal, ob Text oder Song. Momentan fehlt mir das Livespielen, daber dafür hab ich grade auch mehr Spaß am Bloggen als am Songschreiben. Aber das verhält sich wie Ebbe und Flut. Ein Kommen und Gehen der Vorlieben.

Welches ist deine Leibspeise? Kannst du kochen?
Schweinebraten toskanischer Art. Dicht gefolgt von bairischer. Logo kann ich kochen. Aber ich behalte meine Kochkünste in der Regel hübschen Frauen und meinem Spezl Flo aus München vor. So einfach kriegt man mich nicht hinter den Herd. Ja, Schatz, das Tartufo kommt ja gleich. Immer mit der Ruhe!

Findest du es in Ordnung, dass Blogger gegenseitig miteinander schlafen?
Ich finde es sehr spannend. Am Anfang zumindest. Dass man dann nämlich nach dem gemeinsamen Verkehr gleich mal überprüft, was der Andere für eine Stimmungslage auf seiner Seite reflektiert, ist schon ein Kick. Als Liebschaft zusammen bloggen ist eh ein gesellschaftlicher Höhepunkt. Unangenehm wird’s, wenn das Ganze im Unfrieden endet. Da hätte man dann lieber drauf verzichtet, dass der andere eine Website hat, auf der man sich täglich ein Bild von der aktuellen biografischen Lage machen kann, oder denkt, es machen zu können. Das beantwortet ja dann hoffentlich auch die Frage, ob ich schon Sex mit Bloggerinnen hatte.

Äh, ja, danke. Wie steht’s denn so generell mit Sex, Drogen und Berliner Nachtkultur? Du scheinst ja ein recht kaputter Typ zu sein, wenn man deine Beiträge autobiografisch und nicht werkimmanent exegiert?
Pfft, das ist doch der alte Zwist, dass niemand zwischen dem lyrischen Ich und der Privatperson Burnster trennen will. Anfangs war mir das unangenehm, aber jetzt verwende ich das einfach zu meinem Vorteil und werde zu einer Person, die ich ohne mein Blog gar nicht sein könnte. Aus Burnster wurde St. Burnster, der unheilige Schutzpatron bairischer Exilanten im Sog der Berliner Burleske.

Ja, stimmt, du kommst ja aus Bayern. Woher genau und fehlt dir dein Zuhause?
Ich stamme aus Grafentraubach, einem seelenlosen Kaff in Niederbayern, habe in Regensburg studiert und in München gelebt. Grafentraubach ist meine Heimat, da stellt sich die Frage mit dem Fehlen nicht. Regensburg kann mir gestohlen bleiben, so schön es auch sein mag und München fehlt mir manchmal. Das konnte man noch aufmischen. Die Subkultur aus dem Boden stampfen, die Leute schockieren, die blonden Mädchen jagen und trotzdem gemütlich im Wirtshaus sitzen. Aber Berlin ist die größere Bühne und Herausforderung. Mein Engagement hier geht noch eine Weile.

Bist du nicht neulich nach Barcelona gezogen?
Ja, bin ich. Alle Brücken hinter mir in die Luft gesprengt, in Flieger gesetzt und meine Zelte in Batze aufgeschlagen. Aus beruflichen Gründen dann leider nach zwei Monaten auch wieder abgebrochen. Aber schön war’s trotzdem. Seguramente.

Als Berliner Szenegänger und gleichzeitig -hasser kannst du meinen Lesern sicher ein paar Tipps für die Sommermode 07 geben, oder?
Klaro. Für beide Geschlechter lange Radlerhosen mit Neonelementen. Dazu rosa Socken und einen Schnauzbart. Haare sind lang und an Keypoints sind Löcher hineinrasiert. Als Oberteil sind Nachthemden extrem en vogue.

Warum trinkst eigentlich du soviel?
Weil ich allaweil so einen Durst hab.

Was wünscht du dir in Zukunft für Burnster.de?
Eine neue Praktikantin und mehr Fotos von hübschen Mädchen!

Wie erklärst du dir den unglaublichen Erfolg von St. Burnster?
Hmmm.., hübsches Logo & Layout.

Was willst du den Lesern von St. Burnster sagen?
Tut euch selbst einen Gefallen und geht mal an die frische Luft. Oder zieht euch das hier rein!

***
Bunster war bereits im Bett mit:
Barbara Blender
MC Winkel
Markus Kavka

24 Gedanken zu „Im Bett mit St. Burnster

  1. Uff, wer iss’n wer auf dem Foto?

    Hör mal, mit sich selbst im Bett sein ist aber kein sooo großes Alleinstellungsmerkmal! So, Schatz und nun zurück an den Herd mit Dir, ich gehe solange Frühjahrsmode kaufen …

  2. Links ist der Burnster und rechts ist St. Burnster. Ach, quatsch, umgekehrt, oder? Jetzt bin ich mir selbst nicht mehr sicher.

  3. Siehste und ich dachte zuerst links, das muß der St. Burnster sein und rechts ist der Burnster. Und dann war ich mir schon nicht mehr sicher … diese Ähnlichkeit ist schon sehr frappant.

  4. Herrlich! Sowas gibt’s nur beim und vom Butze – ich beneide Dich und ärgere mich gleichzeitig, diese Idee nicht schon längst vor Dir gehabt zu haben.

    Das Bild ist der Obershit.
    Was kannst Du eigentlich nicht*?

    (*=rhetorische Frage, bitte nicht beantworten)

  5. Besonders lustig finde ich ja, daß die beiden da gemeinsam ihrem Schatten einen Kinnhaken reinzimmern. Das könnte man metaphorisch betrachten. Da könnte man drüber doktern.
    Aber auch sonst natürlich wieder grandios. Jetzt wissen die Mädels erst recht nicht mehr, von wem sie das Kind wollen.

  6. Auf sportliche Vorlieben wurde jetzt gar nicht eingegangen. Synchronschwimmen böte sich da an. Hihi.

  7. Stilsen: Dann geht es den Mädchen endlich wie mir. Kann mich auch nie entscheiden. Und dokter ruhig herum an mir. Ich mag das.

    M*: Ja, stimmt, wie konnte ich die vergessen?

    Don Alphonso: Ach, der. Der ist ein Schwachkopf.

    Fish: Toll wäre auch gemeinsames Sackhüpfen. Dann Sack zu und Knüppel drauf. Erwischt man nicht den Falschen, oder?

    Kosmonautin: Keine Ahnung, ich hab nur eins und das trag ich jeden Tag.

  8. Furioses Doppel mit chilischarfer Zunge!

    Was mir allerdings grad einfällt: Holger Meins ballert seit heute morgen wieder in meinem Keller, verdammt. Der olle Holger. Und er hört nicht auf. Verflixt.

  9. Hey Ole, wie darf ich denn das verstehen? Ich dachte, Holger wäre erstmal eingebuchtet worden. Ist es unser Holger, ist er auf freiem Fuß und meinen wir beide dasselbe Päng? Dann au weia!

  10. Es ist gewissermaßen unserer, aber er ballert nicht meinetwegen, sondern gewissermaßen im Keller des Nachbarzimmers. Das aber ziemlich laut. Und das kann auch anstrengen. :)

  11. Da kann man ja nur noch weglaufen. So weit die Haxen tragen. Und wenns das Allgäu ist – verschneit und zugenäht :-)

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  14. Golf has become Sarah Ulmer’s sport of choice but the good news is she won’t be completely lost to cycling after finally announcing her retirement. Ulmer’s seven year nerve problem finally caught up with her and she will now turn her attention to golf her new passion. „Last week we played twilight golf five nights out of a possible seven. I’m abysmal but I figure that if I enjoy it so much and I cannot play, imagine the enjoyment I’ll have when I actually learn to play,“ Ulmer said. „I’m doing things like watching my old man race at world veteran champs in Austria, which I…http://my-newsblog.com/

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