To Make Ends Meet

Du bist so clever. Du stellst das alles ganz richtig an. Du rückst kein bisschen von deinem ursprünglichen Plan ab. Du bist dir so unglaublich sicher, dass die Stadt dich wieder ausspucken wird und du weich fällst. Dieses Gottvertrauen, dieser Aberglaube macht dich so einzigartig hier. In jeder nicht ausgeführten Bewegung, in jedem Verharren, in deinem fatal-apathischen Innehalten zeigst du mir, wie sehr es an der Zeit ist, mich in deine Richtung aufzumachen. Nur dein neugieriger Blick verrät dich. Deine Depression ist so unglaublich sexy.

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  1. Jetzt mal Scherz beiseite: Die Berliner Zeitung hat damit nix zu tun. Es geht wie immer um ein Mädchen, aber hauptsächlich um das Foto in Verbindung mit der Überschrift. Ist aber trotzdem schön wenn ihr eure Fantasie spielen lasst;)

  2. Dir is aber scho klar, dass man sich die Sexiness einer Depression auch gewaltig einreden kann, oder? Der Blick hinter sowas führt recht schnell zu einem Helferkomplex, welcher wiederum selbst in einer Depression begründet liegt.

    Der Garten der Gemütskrankheiten ist ja nicht nur ein schier unvorstellbar bunter und vielfältiger, vielmehr sind auch die Verwüstungen, die dortselbst möglich sind, von nachgerade bizarrem Artenreichtum, und besonders die Depression treibt die aberwitzigsten Blüten.

  3. Völlig einverstanden, Raschel. Das ist auch auch blutigster Sarkasmus, diese scheinbare Umwerbung. Und um jemand bestimmten geht es mir auch nicht, vielmehr um eine Typologie.

  4. übertragen:
    To barely have enough to provide for basic needs:
    “The workers complained that on their present wages they could hardly make ends meet, let alone enjoy any luxuries“

    wörtlich:
    Dafür sorgen, dass lose Enden sich treffen. Siehe Bild.

    Viel Spaß bei der Interpretation.

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