Utterly Mad, Max (Kurzkritik zu Apocalypto)

Nicht, dass ich es nicht schon vorher vermutet hätte, aber nachdem ich mir neulich die Maya-Metzgerei „Apocalypto“ auf DVD angesehen habe, bin ich sicher, dass Mel Gibson rettungslos irre geworden ist. Der Mann ist nicht mehr ganz sauber. Hat jemand diesen Film gesehen? Was soll denn das sein? Was wollte uns Melle damit sagen? Das ist nicht mehr mit einem Minderwertigkeitskomplex wegen Haarausfall zu begründen. Der Mann muss in Behandlung. Hat den Film jemand gesehen? Hat jemand?

Schön auch das:

Factual errors: When the bodies are falling down the pyramid steps, they are shown to have blood shooting from the neck. Not possible without a heart to create the pressure. (IMDB.com)

14 comments / Add your comment below

  1. Nein. Weil mir schon damals klar war, dass so ein Film von ’nem Typen der bis dahin (noch) mit Saubermannimage mit x-tausend eigenen Kindern in Hollywood lebend nix sein kann. Seien wir realistisch. Nicht bei dem Thema.

    Die Auseinandersetzung hat ihm ja dann auch nachweislich nicht gut getan. Er hat sich da ’ne schlechte Therpieform ausgesucht.

  2. hmm … ich fand ihn gut. Bei Christi Passion oder wie der hieß, hatte ich mich (neben anderen Dingen) auch gefragt, ob man sich diese zweistündige Volltortur geben muss. Mich nach dem Sinn gefragt, also. Bei Apocalypto war ich vor allem fasziniert von der hyperrealistischen Befremdung, die die Urwaldbewohner in der Maya-Stadt empfunden haben. Dass die sich so auf mich übertragen hat, mein‘ ich. Dieser komplette Wahnsinn. Ist vielleicht keine Rechfertigung für die Blutoper, aber bei mir hat’s funktioniert.

  3. Ok… conclusio und so, da kann ich auch nicht helfen. Ich glaub‘, ich hatte in der Tempelstadt beschlossen, dass ich beeindruckt bin – das hat dann für mein Fazit gereicht .-)
    Die Unterwassergeburt hab‘ ich auch nicht kapiert *hrhr*
    Achso… Moral. Angesichts der Conquistadores: wir sind die Allerschlimmsten! Sieht man ja an unseren Filmen

  4. Ich glaub‘ auch nicht wirklich, dass das Mel Gs Moral ist/war/wäre … das ist meine. Hatten Homers (nicht der Duff-Biertrinker) Geschichten eigentlich eine Moral?

  5. Na, die Odyssee und die Ilias sind moralisch bis zum Abwinken, zudem randvoll mit Action. Hier geht’s ja lediglich um eine Verfolgungsjagd von Berlin bis zum Spreewald, um’s mal mit hiesiger Geographie zu plausibilisieren.

  6. ich fand den gut, visuell jedenfalls, und damit kriegste mich ja. geile kamera, echt gez. und ich lieeeebe filme, die ich nicht verstehe. erst am sonntag an „stay“ gescheitert. nahtoderlebnisse und so. verschiedene zeitebenen. nach 30 minuten stand ich im nebel und einzig ewan mcgregors augen haben durch alle schwaden geleuchtet. wer will schon immer alles verstehen?

  7. ich bleibe bei schwedischen pornos.
    und sloterdeijk.
    und heidegger zum dekonstruieren und einordnen des erstgenannten.
    ….kopf hoch junge
    nath

  8. Ich hab den gesehen.
    Aber auch nur aufgrund meiner seit 1987 (Lethal Weapon I) andauernden Verfalls-Studie, die ich 2017 (Release von „IGod“, wo Mel Gibson Mel Gibson spielt und Martin Luther King und Ernst Stavro Blofeld aufisst) unter dem Namen „Was Koks und wenig Mutterliebe aus Mel Gibson machten“ bloggen werde.

    Fand den Film auch nicht so doll, übrigens.

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