was ich beim zahnarzt eigentlich nie wissen wollte aber mittlerweile is auch schon egal

Das wird eine teure Zahnarzt-Saison. Endlich hab ich mich dazu entschlossen, die Amalgam-Deponie in meinem Mund durch Kunststoff zu ersetzen und dazu noch fünf rastlosen Beißerchen nach Jahren des Darbens zur Krönung zu verhelfen. Das bedeutet neben einer Menge Schotter auch eine Menge abzugebener Zeit in der Zahnarztpraxis. Da liegt man dann halbmeditierend, halbsediert, halb in Schockstarre und denkt über den Unsinn des Lebens und den Sinn von Zahnpflege nach. Und über folgende Fragen, die ich mich noch nie meinem Zahnarzt stellen getraut habe.

1. Ist es eigentlich gefährlich, das ausgetretene Betäubungsmittel aus der Zahnfleischspritze runterzuschlucken?

2. Wie kann der Zahnarzt anhand von einem Papier, auf das ich gebissen habe, sehen, wie weit mein Zahn noch übersteht?

3. Was ist dieses schraubstockähnliche Ding, in das man meinen Zahn einklemmt, bevor man ihn füllt?

4. Sind eigentlich schon einmal Menschen gestorben als ein Zahnarzt sich mit voller Wucht in ihren Kiefer gelehnt hat, um die Füllung grade zu ziehen, und aus Versehen abgerutscht ist und ihnen den gesamten Kiefer herausgerissen hat?

5. Produzieren eigentlich alle Menschen soviel Speichel wie ich?

18 comments / Add your comment below

  1. 1.) Nein.
    2.) Ja, anhand der farblichen Abdrücke auf dem Zahl, die beim Beissen auf das Papier zurückbleiben.
    3.) Das nennt man eine Matritze, die als Form dient, um den Rand abzugrenzen.
    4.) Gestorben: nein, aber massive Verletzugnen könenn da schon entstehen. Wie bei allen Ärzten, Schlossern, Metgern etc., die ihr Handwerk nicht verstehen.
    5.) Da kannste mal von ausgehen. Oft sieht man richtige Fontänen aus den Speicheldrüsen schießen…

  2. Danke für die Fragen und die prompte Aufklärung!

    Burnston, vielleicht solltest du eine Serie starten: „blogger fragt – leser antworten“ oder so…

  3. na, das hätte ich mal auch so gesagt.
    Der Wandschmuck in Zahnarztpraxen ist, wie ich finde, ein nicht unerheblicher Wohl- oder Unwohlfühlfaktor. Ich war recht enttäuscht, als bei meinem Zahnarzt die Tafel mit Zahnklemptnerwerkezeug – ich kann es nur als prähistorisch bezeichnen – auf ein Mal fehlte. War mir dieser feine Sinn für Humor doch gleich sympathisch, wenn auch nicht unbedingt jedermanns Sache. Immerhin, es hängen noch jede Menge alte grafische Arbeiten an den Wänden, so dass man immer fein abgelenkt ist. Ausserdem ist Frau Doktor auch dergestalt, das ich gerne mal „Was bin ich“ mit ihr spielen würde.

  4. Nein, aber ich habe da immer als „männliche Sprechstundenhilfe“ ausgeholfen. A propos Wandschmuck: Hat Dein Zahnarzt keine Videobrille oder nen Monitor an der Decke über dem Stuhl zur Ablenkung? Das hilft vielen Patienten echt, sich abzulenken und zu entspannen.

  5. Nochmal Wandschmuck: Wenn ich Zahnarzt wäre, würde ich mir aus Folie riesige Splatter-Blutflecken überall an die Wand machen. Als Patient (mannlich, Anfang 40) fänd ich das superwitzig. Weiß nur nicht, ob andere meinen Humor teilen…

  6. textorama: jetzt wirds langsam unglaubwürdig (spidermanflipper). das kann nie und nimmer eine zahnarztpraxis gewesen sein.

    f: ich bin übrigens auch ein ganz schüchterner küsser aus eben dem obengenannten umstand:)

  7. doch, kein Scherz. Ich habe diese Praxis voll in mein Herz geschlossen. Da steht ein Haufen Kurioses Zeugs rum. Großartige alte Theater und Werbeplakate, und wat nich alles. Das hat die Frau Doktor wohl von ihrem etwas exzentrischen Vater übernommen.
    Wenn sie modernisiert und noch mehr Kram entfernt, werde ich ihr wohl einAngebot machen müssen das Zeugs, wenns denn unbedingt sein muss, gerne bei mir in der Bude auf zu hängen ;-))

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