Ein Hoch auf die Niederungen

Und überhaupt sollte einfach mehr gesoffen werden. Ich zumindest. Freitag nachmittag in einer Metalkneipe beim Dreh unserer kleinen Familienshow erstmal eine Schnapsbatterie mit so klangvollen Namen wie „Brandstifter“ oder „Kopp ab“ hingestellt bekommen. Dann für zwei Sketche Requisitenbier getrunken. Dann gebetet, dass man mich auf dem Heimweg nicht aufhält, was fast passiert wäre, weil die Merkel auf meinem Weg lag (also nicht im wörtlichen Sinn) und die ja eine Bombe vor der Haustür hatte und deshalb eine Polizeisperrung, in die ich fast gefahren wäre. Im eigenen Kiez sofort auf einen Riesling, der sich wie Limo wegsäuft, ins Cafe am Ecke und gleich noch das Eheweib dazu geholt. Dann die Angheiratete und der Angeheiterte zum Italiener und noch einen Weißwein. Kollege aus München ruft an: Filmpreis-Party, Karte übrig. Ich auf dem Balkon noch einen Wodka Ginger Ale. Dann dahin und Whiskey Cola, stundenlang Wodka Red Bull und noch ein bisschen Sekt ins Gesicht und aus Versehen einen Weißwein getrunken und von der Galerie Heike Makatsch auf den Rücken geschaut. Gabs ja alles für umsonst. Mit einem obskuren Shuttle-Service im Borchardts gelandet und sofort hinausgestürmt, weil da hab ich ja nun wirklich nichts verloren und das ist kein Understatement. Zwei Cheeseburger morgens aus dem Bahnhof Friedrichsstraße und heim. Im Sonnenlicht aufgewacht und nett von der Frau begrüßt worden. Und der ganze Spaß nur wegen dem Alkohol. Kann man echt nicht meckern.

12 Gedanken zu „Ein Hoch auf die Niederungen

  1. yeah, klingt nach einem heidenspass…aber den bösen, fetten kater am nächsten morgen, den hast du ausgelassen… tss, als ob du keinen hattest, nach dem ganzen durcheinander! :)

  2. na ja, ich hab vorbeuge ibuprofen genommen, schön lang geschlafen…
    …und bin trotzdem nach dem aufwachen noch 2std. karussell gefahren;)

  3. oh, ein guter Tipp gegen zu argen häng-ower: Alkaselzer (oder wie mans auch schreibt), noch am Abend oder Morgen vor dem Schlafen. Hat mir ein Chemie-Ingenieur empfohlen. Besser als Aspirin oder so. Auch super gegen Sodbrennen.

  4. Geil. In Berlin gibt es noch Rock’nRoll’Lifestyle!
    Anti-Kater-Tipp: Neben dem Alka-Seltzer noch ne Magnesium-Tablette VOR dem Schlafengehen.
    Aber das mit dem Kater wird eh von Jahr zu Jahr schlimmer. Scheissaltwerden.
    Cheers.

  5. mac: na ja, mein rock’n’roll lifestyle gleicht eher einem letzten aufbäumen denn einem aufbegehren.

    das mit dem alka-seltzer weiß ich und hab ich auch als versoffener student praktiziert, aber seit meine räusche nicht mehr so täglich einplanbar sind, fehlt das gute alte hausmittelchen in der guten alten hausapotheke.

  6. nunja, man wird ja auch nicht jünger. Der HängOwer ist nicht mehr sooo lustig wie vor Jahren noch. Tja nun…

  7. Nein, das glaub ich nicht. Der Hangover bleibt lange Zeit derselbe. Aber wenn ich nicht mehr jede Woche 4x auf Schluck gehe, bin ich natürlich auch nicht im Training.

  8. schööcker trench (im video) – eine woche berlin steht bevor – marschrichtung ganz ähnlich

    gibts eigentlich noch das australier cafe? ein jahr weg und schon wundert man sich ob in
    der alten ecke noch alles steht.

    cordialement de genève

  9. lieber dr.,
    klar gibts den australier. und wie es den gibt. florierend, würde ich sagen. bescheid sagen, dann komm ich runter.

  10. mach ich! jetzt noch bis bis zum flug morgen abend einen
    wettbewerb zaubern – kruzifix!
    das gute daran, es bleibt keine zeit für krisen und mexico-viren.

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