Der elektrische Brief

Ist ja selten der Fall, dass mich der Wirtschaftsteil der SZ zum Lachen bringt und vielleicht hab ich auch einfach was falsch verstanden, aber einen Brief per Internet zu versenden und dafür Geld zu bezahlen, das kann nur eine Pointe gewesen sein. In diesem Sinne: Respekt, Herr Gerdes, da hätten sie mich jetzt fast in den April geschickt.

Eine weitere Möglichkeit ist, bestehende Geschäfte auszubauen, und das tun wir schon lange. Die dritte Möglichkeit sind neue Produkte wie der Brief im Internet. Die Menschen kommunizieren ja nicht weniger, sondern anders. Wir wollen die Eigenschaften des klassischen Briefs, also Vertraulichkeit, Verbindlichkeit und Verlässlichkeit, in die elektronische Welt überführen. Früher musste man ins Reisebüro gehen, um eine Reise zu buchen – heute geht das per PC. Genauso wird man morgen einen Brief elektronisch vom PC verschicken können.

SZ: Wie hoch wird das Porto für den elektronischen Brief sein?

Gerdes: Über Preise rede ich noch nicht. Es wird aber zwei Varianten des Briefs im Internet geben: Entweder Sie schicken einen Brief elektronisch, und der Empfänger bekommt ihn in sein elektronisches Postfach. Oder sie schicken den Brief elektronisch, und wir stellen ihn als Ausdruck mit unserem Briefträger zu – das ist dann der hybride Brief.

19 Gedanken zu „Der elektrische Brief

  1. normale Zustellung oder per Einschreiben?
    Oder gar Express, aber dann ist er eigentlich auch nicht früher da, kostet aber das 100fache. Und ich habe keine zweifel daran, dass es für diese Schmarrn auch noch Kunden gibt.
    sehr schönes Fundstück.

    Darf ich kontern: SZ online:
    Da hilft nur Sex! Südkorea hat eine der niedrigsten Geburtenraten der Welt: Durschschnittlich 1,19 Kinder pro Frau. Nun hat sich das Gesundheitsministerium eine besondere Aktion für mehr Nachwuchs einfallen lassen: Einmal pro Monat wird um 19.30 Uhr in den Büros der Beamten das Licht ausgeschaltet, um die Angestellten nach Hause zu treiben. Dort sollen sie dann sexuell aktiv werden.

    Was das im europäischen Fall hieße – ich will es mir nicht ausmalen Muahahahaha

  2. Haha! Per Einschreiben! Oder noch besser: Luftpost!!! Ich schmeiß mich wech.

    Südkorea: Eklige Vorstellung in jedem Land dieser Welt, find ich. Die ganzen Deppen rammeln auf Kommando, das ist Fortpflanzungsfaschismus. Pfui Deibel!

  3. Langsam bekomme ich Angst. Irgendwann findet die Post bestimmt heraus, dass Wasser…

    … nass ist
    … man es gegen Durst verwenden kann
    … in Flaschen abgefüllt, sogar verkaufsfähig ist

    Ich sehe schon die Europalette mit Wasserflaschen in der Postfilliale (so es sie denn noch gibt) stehen :-)

  4. Fehlt nur noch, dass einer behauptet, man würde irgendwann womöglich sogar Bücher in diesem „Internet“ kaufen können. Aber so weit wird es zum Glück nie kommen.

  5. HP: schön, dass du jetzt regelmäßig hier vorbeijumpst, Hans-Peter.

    Es Nervt: Selber schuld, wenn du das Geheimnis von Wasser hier ausplauderst.

    MQ und RS: Gibt’s nicht mehr. Das hier ist die einzige Seite, die überlebt hat. Und die hoste ich auf dem alten VHS-Rekorder von meiner Frau.

  6. vor allen dingen sind sie damit unglaublich früh dran. das ganze konzept steht doch schon seit jahrhunderten auf der seite gmail.de (die nix mit g##gle zu tun haben, weshalb g##gle aber in schland den leuten immer so eine doofe „@g##glemail.com“-mail-adresse verpasst, weil sie das andere nicht benutzen dürfen.)
    ebenso seit jahrhunderten warte ich, dass es da wohl mal losgeht.
    ich weiß nur nicht wirklich warum

  7. Was passiert eigentlich wenn man bei unseren Beamten das Licht um 19:30 ausmacht??? nichts, da sowieso keiner mehr da ist? der letzte wacht auf? zu Hause flüchtet Er in den Hobbykeller?
    Beamtennachwuchsflut schwemmt Korea fort.

  8. Autsch, an den Geheimnsiverrat hab ich gar nicht gedacht. Aber ich denke das stellt kein größeres Problem dar. Die Post klaut ja keine Ideen, die wollen selber drauf kommen :-)

  9. Zusatzservice: der Empfänger wird angerufen und kriegt den Text vorgelesen.

  10. @ ilnonno:

    Nein, so einfach geht das nicht. Der Emfänger bekommt eine SMS mit einer kostenpflichtigen Rückrufnummer + Zugangscode. Für 1,99 €/Anruf (aus dem deutschen Festnetz – Mobilfunk abweichend) kann er sich den Text dann dort vorlesen lassen :-)

  11. @ esnervt:

    Das ist aber nicht so einfach. Wer weiß, bei welchem Heini der Rückruf landet und ob der den passenden eBrief gerade greifbar hat. Die Lösung wird sein, dass man dann halt irgendeinen Text vorgelesen kriegt.

  12. Ich will, dass mir die Schriftrollen künftig nur noch von berittenen Schärgen zugestellt werden! Und bitte nie wieder Rechnungen, nur Schönes will ich übermittelt bekommen. Himmeldonnerwetter :-)

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