Kurzkritik: Black Swan

Paul Verhoeven wird sich gedacht haben: „Häh? Denselben Film hab ich doch schon 1995 gedreht. Ist das ein Remake? Warum hat mir keiner Bescheid gesagt? Wo bleibt mein Geld?“ Die Mischung aus Erotikdrama und Psychosozialmisere enthält bei Darren Aronofsky allerdings noch eine Prise Horror, und auch wenn ich keine Ahnung vom Ballett habe und nicht verifizieren kann, ob die Pirouetten fachkundig inszeniert wurden – und mir diese Schizophrenie-Plots langsam ein bisschen über sind – bleibt unterm Strich (in der Landschaft = Natalie Portman) ein blitzsauberer neogotischer Milieu-Thriller mit einem an kreativer Raserei grenzenden Method Acting von Natalie Portman.

6 comments / Add your comment below

  1. Seitdem die junge Dame, ich glaube es war 1997, im Broadwaystück des
    Tagebuchs der Anne Frank für einen ganzseitigen Artikel in der Newsweek
    porträtiert wurde (ich hab die Seite in der Schulbibliothek rausgerissen und sie
    irgendwo heute noch) bin ich Feuer&Flamme.

  2. Dr. G: Vielleicht kams nicht so rüber, aber ich fand die Schauspielerei war schon wirklich fast ein bisschen zuviel des ohne Zweifel Guten. Aber Mission Academy Awards, nehm ich an.

    Juri: Danke, fand ich auch:)

  3. Danke. In der Frankfurter Abendvorstellung war der große Saal heute nahezu ausverkauft. Härteste Nagelhautszene der Filmgeschichte.

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