Stell dir vor es ist Papst und keiner geht hin

Ja, schön wärs. Am Ende gehen doch wieder ein paar zigtausend Volldeppen hin und wenn’s nur aus Neugierde ist. So ein Diktator von einem kleinen Land ist aber auch was Interessantes, so jemand will man schon mal aus der Nähe sehen, schon allein wegen der Atmosphäre. Ich kenne Leute, die da hingehen und gehe gerade mit mir selbst in Klausur, ob ich die Leute morgen auch noch kennen soll. Religion ist die Oberblödheit, da braucht man von mir keine Toleranz erwarten. Schon mit zwanzig hab ich mich mit meiner damaligen Freundin vom katholischen Mädchengymnasium auf dem Weihnachtsmarkt lautstark gestritten, weil ich gesagt habe, der Papst ist ein Riesenarsch und ich bin der Tritt ans Schienbein der Gesellschaft. Für den letzten Teil des Satzes schäme ich mich heute noch, für den ersten nicht. Zur Feier des Tages erhebe ich nun folgenden meiner Artikel in den Stand „Seine größten Erfolge“, weil er super zum Papstthema passt und weil er echt total super ist, ich habe ihn grade nochmal gelesen. Wahnsinn, ich und die Weiber damals, echt Wahnsinn.

LIES MICH JETZT: Der Austritt
(und auch die Kommentare haben’s in sich. High Class Ketzerei!)

Und jetzt noch was zum Rangnick-Rücktritt. Ich mag den nicht, aber mit einer beruflichen Ausbrennung ist nicht zu spaßen. Ergo wünsche ich ernsthaft gute Besserung. Der Spaß fängt dann wieder an, wenn uns Schalke den nächsten großen Trainer-Coup präsentiert. Auf einen Fehlgriff ist nämlich soviel Verlass wie auf das Amen vom Papst im Olympiastadion.

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