Kurzkritik zu The Adventures of Tintin

(ist diesmal mein Kommentar beim Kollegen Quint)

Ich hab den Film jetzt doch noch gesehen, zähneknirschend in 3D, aber es gab sonst nix Gescheites an dem Abend und in der spärlichen abendlichen Freizeit eines Paares mit Kind nimmt man dann, was man kriegt. Und ich fand ihn gar nicht so schlecht. Tintin hat ein bisschen der Indy-Soul gefehlt, aber dafür waren der Kapitän und sein Schnaps das charismatische Odd Couple (statt Tim & Struppi). Man sagt ja, dass dem Film die feine Ironie des Comics fehlt und das kann ich mir gut vorstellen, andererseits habe ich mich trotzdem besonders bei der Verfolgungsjagd durch die Stadt sehr gut unterhalten gefühlt. Am Ende war ich weder blind, noch hatte ich Kopfweh, was für eine gute Verwendung der 3D-Technologie spricht.

„Ich habe jedenfalls noch nie aus Sehnsucht nach der Realität ein Lichtspielhaus aufgesucht.“
(M. Quint)

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  1. Als alter Comicfan (Marvel UND DC, die Dinger waren sauteuer, man musste lesen, was immer man irgendwie in die Finger bekam) hab‘ ich natürlich auch etliche Tim und Struppis gelesen und hätte mir auch schon aus rein wissenschaftlichen Gründen (wird es jemals eine Verfilmung geben, die besser ist als die Vorlage?) den Film angesehen – wenn er nicht in 3D gewesen wäre. Und eine Wahl gab es offenbar nicht, zumindest nicht in Kinos in meiner Nähe.
    (Ganz fabelhaftes Zitat von Herrn Quint, den ich nicht kenne, aber allein schon für das Wort „Lichtspielhaus“ liebe.)

  2. Das hatte ich ja auch zu Herrn Quint ursprünglich gesagt, dass ich den Film nicht anschauen werde, weil er zu machbaren Zeiten nicht in 2D gezeigt wird, aber dann hab ich quasi ein Auge zugedrückt und die 3D-Vorstellung besucht und war positiv überrascht, wie hell, klar und kontextbezogen die Effekte dann doch waren. Wie gesagt, ausnahmsweise hatte ich danach kein Schädelweh. Und lesen Sie Herrn Quint, der hat was zu erzählen.

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