Kurzkritiken zu The Descendants, Take Shelter, Immortals und Warrior

THE DESCENDANTS:
Das Leben ist in diesem Film trotz Tod, Kapitalismus und Fremdgehen ein langer ruhiger Fluss. Mit einer geradezu unheimlichen Ruhe macht Alexander Payne aus einem Haufen kaputter Leute eine echte Familie. Manchmal muss halt erst einer sterben, bevor was vorwärts geht. Übrigens könnten sich die Pfeifendeckel von der Walking-Dead-Serie mal eine dicke Scheibe von ihren Schauspielkollegen in diesem Film abschneiden. So geht subtil.

TAKE SHELTER:
Wer Michael Shannon als Federal Agent Van Alden in Boardwalk-Empire kennt, weiß wie gut er ist und braucht sich diesen Film nicht anzusehen. Das ist aufgesetztes Psychogramm-Kino, das mit der Angst der Amerikaner vor Naturkatastrophen spielt und einen Westeuropäer eher in trockenen Tüchern lässt.

IMMORTALS:
Um mich mit einem hellenistischen Metzel-Epos zu vergraulen, muss man schon viel falsch machen. Tarsem Singh kriegt’s(!) hin.

WARRIOR:
Rocky 1-3 trinkt Brüderschaft(!) mit Mixed Martial Arts. Das ist oft stumpf, aber oft auch erhebend und niemals schlecht geschauspielert.

2 comments / Add your comment below

  1. Seit ‚Up in the air‘ gehört Clooney für mich zu den besten (lebenden) US-Schauspielern. Und mit ‚The Descendants‘ hat er diesen Eindruck erneut bestätigt.
    Ich bin Box- und MMA-Fan, soll ich mir ‚The Fighter‘ jetzt ansehen oder nicht?

  2. mq: Ich bin ja eh ein totaler Clooney-Narr, wollte aber mal eine Rezi ohne seinen Namen machen. Und ich hab hier den falschen Filmtitel benutzt. Weil Fighter hab ich schon vor einem Jahr gesehen. Das neulich war Warrior. Den fand ich besser.

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