Kurzkritiken zu Safety Not Guaranteed, Lawless, Headhunters, Ted

Safety Not Guaranteed:
Absurde, vollkommen an den Haaren herbeigezogene, und ganz bezaubernde Melancholik-Komödie übers Zeitreisen oder eben doch nicht. Jake Johnson, Aubrey Plaza und Mark Duplass (vormals bei der putzigen Indie-Band Volcano, I’m Still Excited!!) demonstrieren scheinbar mühelos wie Charakterbedingter Humor geht.

Lawless:
Liebevoll brutaler Prohibitions-„Western“ mit einem wie tollwütig schweigenden Tom Hardy, einem glaubwürdig tumben Shia LaBeouf und einem grandios widerlichen Guy Pearce. Nick Cave hat das Drehbuch geschrieben und John Hillcoat Regie geführt, aber die Zusammenarbeit, die bei „The Proposition“ noch so großartig harmoniert hat, leidet jetzt ein bisschen unter kleinen Handlungseinbrüchen, Plotfragezeichen und dem übermäßigen Einsatz von Musik (Mark Lanegan, Emmylou Harris etc.). Im Gesamten betrachtet aber dennoch der beste Gangfilm des Jahres.

Headhunters:
Ziemlich slicke Nesbø-Verfilmung aus Norwegen mit Jamie Lannister in einer Nebenrolle. Fixt einen ein bisschen an, während man ihn anschaut, danach wird einem aber sofort die vollkommene moralische und inhaltliche Leere des eben Gesehenen bewusst.

Ted:
Man schämt sich den ganzen Film über für Seth McFarlanes Dialog- und Drehbuch, kann aber nicht umhin zu bewundern, mit was für einer starrsinnigen Überzeugung dieser Blödsinn bis zum Ende durchgezogen wird.

2 Gedanken zu „Kurzkritiken zu Safety Not Guaranteed, Lawless, Headhunters, Ted

  1. Dann werd‘ ich mir „Lawless“ doch mal ansehen müssen. Tom Hardy mag ich ja irgendwie, seit er mit sehr eingeschränkter Mimik versucht hat, die Fledermaus am risen zu hindern.
    Mit Emmylou kann ich zwar nix anfangen, aber Mark Lanegan! Einer meiner (jetzt nicht mehr so ganz) geheimen Wunschträume ist ja, mal von ihm und Chuck Ragan ins Koma gesungen zu werden.

  2. Super Wunschtraum. Besser kann man doch als Frau nicht (temporär) abtreten. Ich musste bei Lawless und Hardys spärlichen Dialogen auch ständig an Bane denken. Dessen Stimme war das Beste an dem ganzen Film, muss ich leider entgegen einer früheren Euphorie jetzt sagen.

    PS: Emmylou Harris kann ich nur in ganz geringen Dosen (1x im Jahr) vertragen.

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