Brennerpass Bundesliga 2013/2014 (17) – Nachschlag

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Stuttgart – Bayern 1:2 (1:0)
Gutes Spiel von Stuttgart, auch wenn mir Harnik in der zweiten Halbzeit mit seinem Überdruck auf die Nerven gegangen ist. Aber was dieser 17-jährige Hundskrüppel (in Bayern respektvoll gemeint) Timo Werner mit den etablierten Bayern veranstaltet, dürfte Watzke nervös mit dem Scheckbuch schiggeln lassen. Und jetzt frag mich nicht, was schiggeln ist. Das 1:0 war zwar dann Abseits, dann wiederum auch das Glück des Tüchtigen. Bayern hat in der ersten Halbzeit dermaßen g’schlampert gespielt, dass ich mich gefragt habe, ob sie vor dem Spiel noch ein kollektives Nickerchen gemacht hatten. Und wie gegen Gladbach auch dieses Mal wieder: Shaquiri auf dem Mond. Unglaublich, wie verloren er wirkt, wenn er als schlecht gecastetes Ribery-Double da die Linie rauf- und runterrennt. Als hätte er sich verlaufen. Auch Alaba war in der ersten Halbzeit eher ein Ermöglicher als ein Verhinderer von gegnerischen Torchancen. Nix zu meckern gibt es jetzt bald schon seit einem Jahr an Jerome Boateng. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, aber er ist der Weltklassespieler geworden, der sein Bruder vielleicht nicht mehr sein wird. Ich erinnere mich an Interviews kurz nach seiner Verpflichtung bei den Bayern, wo er seine Ambitionen äußerte, bald Abwehrchef zu werden. Damals hab ich ein geschmunzelt, heute schäm mich mich dafür. In der zweiten Halbzeit kehrt dann die Konzentration bei den Bayern zurück und spätestens mit Peps nostalgischer Zeitreise ins 4-4-2 mit einem extraschneidigen Mandzukic und dem Kleeblatt Pizarro habe ich wieder Zuversicht gefasst. Zu Recht, denn erst trifft Pizarro und am Ende Thiago mit einer die Schwerkraft hinwegleugnenden eingesprungenen Schraube zum Sieg und ein kleiner Teil von mir (der, der immer schimpft, wenn der FCB scheiße spielt) stirbt und kommt vorzeitig in den Himmel. Auch Manuel Gräfe war so verzückt, dass er beinahe vergessen hätte abzupfeifen.

PS: Das Handspiel von Rafinha (unter anderem genialer Initiator der Thiago-Festspiele) war keins. Und rightly so. Am Ende verbreitet der Spieler noch seine Fläche, indem er die Augen aufreisst und es gibt Elfmeter.

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