Kurzkritik zu Godzilla

Brutal, wie schlecht dieser Film war. Kein Rhythmus, kein Drehbuch, keine Mystik, dafür ein furchtbar unansehnlicher Hauptdarsteller in Aaron Taylor-Johnson, der die Phrase vom hölzernen Schauspiel auf eine neue Definitionsebene erhebt, ein viel zu lauter nie endenden wollender Schmalzischmalz-Soundtrack und ein paar ganz besonders witzige Einfälle, z.B. dass Godzilla und Kollegen jetzt nicht mehr aus der Radioaktivität stammen, sondern sich von ihr ernähren. Was ham wir gelacht. Den Hauptdarstellern (inkl. einem auch Frisurmäßig völlig derangierten Bryan Cranston) tut der Film schon beim Spielen sichtbar leid und der so vielversprechende Monsters-Regisseur Gareth Edwards hat sich seinen guten Ruf bei mir innerhalb von 2,5 Stunden (gefühlt: 4) in Schutte und Asche gelegt.

Nachtrag: Das Drehbuch ist von einem gewissen Max Borenstein. Nomen est…, ach ihr wisst schon.

2 Gedanken zu „Kurzkritik zu Godzilla

  1. Ja, find ich schon. Weil er sich so ernst nimmt mit seiner „Bildsprache“. Hätte man das okaye Intro direkt an den endlosen Endkampf geschnitten, wäre ein okayer Film herausgekommen und er hätte immer noch 70min gedauert. So aber suggeriert er Handlung und Entwicklung, wo nix als hohles Gelaber, arglose Kinder und ideenlos herumstehende Generäle sind. Überhaupt kann ich dieses ewige Militärgewurstel in Monsterfilmen nicht mehr sehen. Und dass man mich als Vater eines Kindes auch immer wieder in so Situationen hineinzwingt, wo ich ohne das zu wollen, total mitfühle, nur weil ein Kind mitspielt, ist eine Frechheit, da fühle ich mich „exploited“.

    Sorry for spoiling the Kaiju party.

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