Kurzkritiken zu X-Men: Days Of Future Past, The Lego Movie, Robocop, Enemy, Afflicted

X-MEN: DAYS OF FUTURE PAST
Hinten raus aufgebläht, doch das Herz am rechten Fleck. Sensationelle Spaßduelle mit den organischen Sentinels. Leider hat man sich entgegen der Ankündigungen nicht der gröbsten Plotlöcher angenommen, die durch die Arschbomben X-Men: The Last Stand und X-Men Origins: Wolverine entstanden waren.

THE LEGO MOVIE
Völlig hysterische Legodauerwerbesendung, die in kurzen Dosen sehr viel Spaß macht, aber am Stück so dermaßen herumvibriert, dass man sich alle Haare dabei ausreißen möchte.

ROBOCOP
Gar nicht mal so far out und farce-artig wie das Orignal zwangsweise noch sein musste bei so einem Filmtitel. Die Familiengeschichte ist zur Abwechslung sogar sehr anrührig, dafür gibt der Verschwörungsplot so gar nichts her und insofern steht bei den mediokren Action-Sequenzen auch nichts auf dem Spiel. Insgesamt aber kein Fall für die Gerhard-Hauptmann-Schule.

ENEMY
Puh, arg überstrapaziert metaphorischer und anbiedernd art(house)iger „Erotikthriller“. Ach was, vergiss die Anführungszeichen, der Film kennt ja auch keine Selbstironiegnade.

AFFLICTED
Warum ich Found Footage per se nicht super finden kann: Logik. Wer filmt schon alles? Suspension of Disbelief also unmöglich. Davon abgesehen, ein mittelfrischer Versuch an zwei ausgelutschten Genres (das andere wird nicht gespoilert), und im Resultat noch gar nicht mal so blutleer.

4 Gedanken zu „Kurzkritiken zu X-Men: Days Of Future Past, The Lego Movie, Robocop, Enemy, Afflicted

  1. Da Özil derzeit sowohl in Zweikämpfen als auch bei Pässen so blutleer auftritt, dass man jederzeit einen Schwächeanfall erwartet, könnte man Götze durchaus mehr Spielzeit geben. Letztendlich ist es doch egal, bei wem man auf „die eine brillante Szene“ wartet. Die Leistung beider lässt natürlich schmerzlich einen Linksaußen mit dem Anfangsbuchstaben „R“ vermissen, aber das ging den Franzosen vermutlich nicht anders.

    (Huch, neue Aufmachung. Oder war ich hier einfach viel zu lange nur mit dem Mobilfunkgerät zu Gast?)

  2. Lieber Sven, die Aufmachung hat dich offenbar so verwirrt, dass du zu den Kino-Kritiken den Fußballsenf abgegeben hast. Mir nur recht, in dieser Rubrik kommentiert ja eh niemand, da nehm ich auch Fußballkommentare.

  3. Ähem. Da Peter Dinklage auf Twitter sowohl für X-Men: Days of Future Past als auch für Game of Thrones ständig nur noch Overacting vorgeworfen wird, könnte ich hier genauso gut Robocop über den grünen Klee loben. Letztendlich ist es doch egal, welchem Franchise man mal wieder eine mitreißende, inhaltlich und im Kanon saubere Story wünscht. Die Leistung beider lässt aber den entscheidenden Funken, der über gutes Trailermaterial hinausgeht, schmerzlich vermissen, aber das ging einem ja bei Lego: The Movie nicht anders.

  4. Tyrion bei X-Men ist ja auch nur ein Show(up)-Effekt, um auf dessen Popularitätswelle zu reiten. Ich mag Superheldenfilme und die X-Men haben mir unzählige Hefte und drei Tätowierungen beschert, also bin ich schon froh, wenn ein Film nicht vollends daneben gerät. Einen zweiten Dark Knight erwarte ich schon längst nicht mehr. (PS: Platz zwei in meiner Liste ist bei viel Gegenwind Snyders Watchmen-Verfilmung, v.a. wenn man die Tales of the Black Freighter mit einbezieht).

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