Klubbing mit Mandel

Tolle Neuigkeiten für mich und alle die mich nicht total zum Kotzen finden. Nächsten Freitag reise ich ins schöne Köln, um da am besten Radioformat der Welt für alle Lesenden teilzunehmen: 1LIVE KLUBBING am 20.01.2012 ab 23:00 Uhr (also grade richtig zum anschnapseln vor der Freitagssause) auf 1LIVE.

Hier ein großartiger Artikel von Jan Drees zum Roman.
Und hier ein Link zur Veranstaltungsreihe.

Ich freu mich wie Sau.

Mandels Büro: Frankfurt

So, Compadres. Ab heute gibt’s das Buch ja auch in jeder dahergelaufenen Buchhandlung, und deshalb hab ich hier mal eine Art Bonustrack ausgegraben. Eine kurze Kurzgeschichte mit den Kollegen Mandel und Singer, die in einer fernen Stadt jenseits unserer medialen Wahrnehmung spielt. Mit besten Grüßen an meinen Blogsozius Markus Quint.

FRANKFURT

„Muchas Gracias“, sagte der Mandel zu dem italienischen Eismann und man wusste nicht, ob er sich jetzt einen Spaß machte, oder ob es ihm wurscht war. Ich tippte auf Letzteres. Ich persönlich würde ja in der Nähe vom Frankfurter Hauptbahnhof überhaupt kein Eis probieren, aber das kommt wahrscheinlich nur daher, weil ich mal schlechte Erfahrungen mit dem Hauptbahnhof gemacht habe. Die hatten nicht zwingend mit Speiseeis zu tun, aber danach hat ein bisschen Eis ganz gut getan. Der Mandel und ich waren von der Freundin einer Ex-Freundin vom Mandel angerufen worden, die kürzlich nach Frankfurt gezogen war. Nicht freiwillig, das ist klar. Da waren Kinder und der Beruf des Ehemannes im Spiel. Höhere Gewalt, wenn man die Frau entschuldigen will.

Am ersten Abend unserer Recherche hatte sie uns Zugang zu dieser Veranstaltung verschafft, die im Zuge der Automobilausstellung stattfand. Auf der Party sah der Mandel diesen Ski-Langläufer, den ich nicht kannte. Bei ihm stand eine Nachrichtensprecherin, die ich schon kannte.
„Die sieht aber alt aus ohne Fernseher“, sagte ich.
„Du siehst auch alt aus ohne Fernseher“, sagte der Mandel.
„Ich bin ja auch nie im Fernseher. Also gibt es überhaupt keinen Vergleich“, sagte ich.
„Ja, ja“, sagte der Mandel.

Sonst sahen wir keine bekannten Gesichter, ausser natürlich den Kapp, aber wegen dem waren wir ja schließlich auch hier. Es wäre also bedenklich gewesen, wenn wir den Kapp nicht gesehen hätten. Irgendwann gegen elf ging der Kapp.
„Los geht’s“, sagte der Mandel.
„Ich kann nicht fahren, ich bin total stoned“, sagte ich.
„Wieso bist du stoned?“, fragte der Mandel.
„Ich hab im Hotel Einen geraucht. Während du in der Dusche warst.“
„Dann bist du ja auch stoned gekommen“, sagte der Mandel und er hatte nicht Unrecht, denn ich war ja gefahren, weil der Mandel sich an der Hotelbar schon einen Beefeater Tonic erlaubt hatte.
„Ich bin jetzt aber noch mehr stoned als vorher. Jetzt hat sich das Gras erst so richtig in meinem Kopf ausgebreitet.“
„Und ich bin rabenvoll“, sagte der Mandel.
„Rabenvoll? Das Wort gibt es nicht“, sagte ich.
„Besoffen. Sturzbetrunken“, sagte der Mandel.
„So wirkst du aber gar nicht“, sagte ich. Wohlwissend, dass der Mandel nie so wirkte, selbst wenn er rabenvoll war.

„Fahr jetzt, Sigi“, sagte der Mandel mit einer Dringlichkeit, die mich jeden Widerspruch unter zu-viel-Stress abheften ließ.
Innerhalb von Sekunden hatten wir den Kapp verloren und ich irrte ziellos durch die leere Innenstadt.
„Das ist eine Einbahnstraße, Sigi“, sagte der Mandel.
„Oh“, sagte ich.
„Ich kann nicht mehr. Lass uns ins Hotel fahren“, sagte ich zwei Minuten später.
„Bitte, wenn du schon aufgeben willst. Dann kannst du aber der Karin Wegert sagen, dass die Spesen vom ersten Abend gleich in den Sand gesetzt wurden.“
„Was willst du denn jetzt machen? Willst du den Kapp jetzt nach dem Zufallsprinzip finden? Vielleicht ist er auch einfach nach Hause gefahren“, sagte ich.
„Der Kapp ist keiner, der einfach nach Hause fährt. Das sieht man doch, wenn man ihn anschaut.“
„Die Leute hier ticken doch ganz anders. Wenn ich jemand aus Frankfurt anschaue, dann weiß ich doch nicht, wo er hinfährt“, sagte ich.
„Frankfurt ist eine Stadt wie jede andere auch. Wenn jemand dringend noch wo hin will, dann sieht man ihm das auch in Frankfurt an“, sagte der Mandel.

Dienstantritt

Jetzt geht mir der Arsch dann doch ein bisschen auf Grundeis. Erstens, weil seit gestern das Buch beim Amazon erhältlich ist und Stunde der Wahrheit und so. Zweitens, weil auch die Erstlesung in der Buchbox nur noch zwei Wochen entfernt liegt, zu der ich euch alle herzlich einlade. Das ganze wird eine Mischung aus einem Stammtisch mit Markus Kavka und mir und einer Lesung. Versprochen seien folgende Dienstleistungen:

– Wir werden den Ursprüngen des Romans auf die Spur kommen und dazu einen Videobeweis liefern
– Markus wird zum Singen gezwungen
– Wir haben einen tollen weiblichen Stargast
– Wir werden blöd daherreden

Kann sein, dass es eng wird und man vielleicht sogar Tickets reservieren sollte – kein PR-Coup, sondern das hörte ich über zwei Ecken aus der Buchbox, werde aber nochmals nachfragen. Zur Sicherheit hier ein Link für Tickets. Egal, ob ihr zur Lesung kommt oder das Buch kauft oder die Verrückten unter euch sogar beides tun: Ich verbeug mich und sag ¡Muchas Gracias!

Mandels Büro: Trailer-Premiere

Die Kollegen vom Rolling Stone haben sich der Sache netterweise angenommen. Das ist eine tolle Plattform für unseren kleinen Film und letztlich auch das Buch. Vielen Dank an Max, Maxim, MC Fitti, Dimitri, Markus und Johanna.

Kamera: Max Kähni und Maxim Rosenbauer
Schnitt: Max Kähni
Buch & Regie: Berni Mayer
mit Markus Kavka, Johanna Siedschlag und Berni Mayer

Mandels Büro

Mandels Büro Cover Es ist soweit, die Kollegen Mandel und Singer sind im Dienst. Das erste hauseigene St. Burnster-Buch ist ein sogenannter Kriminalroman geworden, obwohl es eigentlich die lakonische Geschichte einer Freundschaft ist, die langsam zum Teufel geht. Mandel und Singer sind taufrische Privatdetektive mit eigenem Erbbüro, die im alten Leben Musikjournalisten waren. Jetzt schlagen sie sich immer noch mit Tod, Verderben und Hinterfotzigkeit der Show- und Musikbranche herum, aber als von der Industrie- und Handelskammer geprüfte Ermittler.

Das Buch ist so ein bisschen die Essenz von allem, was sich hier auf dem Blog in den letzten Jahren abgespielt hat. Die ganze Todesverachtung, die Klugscheisserei, das süddeutsche Gehabe und die Musik, all das kommt jetzt zusammen und ergibt sogar noch halbwegs eine Handlung (und wer genau hinschaut, sogar eine Haltung).

Mandels Büro beim heyne.de (zum hineinlesen)
Mandels Büro beim amazon.de, bitte bestellen Sie jetzt!

Der Trailer:

Ein paar Pressestimmen:

„Berni Mayer eröffnet mit Mandels Büro eine Krimireihe, die oft an einen Geschichte von Kir Royal-Regisseur Helmuth Dietl erinnert und mit ganz viel Musikinsiderwissen punktet. [..] Das Buch hat Schmäh und Schnelligkeit, Ideen und Individuen, die unverwechselbar gezeichnet sind.“
– Jan Drees, 1Live, Januar 2012

„In seinem herrlich bösen Roman [..] hat Berni Mayer diese unsteten und vom Opportunismus getriebenen Figuren der Stadt porträtiert.“
– Reiner Meyer, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Juli 2012

„Berni Mayer schafft es mit ´Mandels Büro´, einer fast vergessenen Zunft zu einer furiosen Wiedergeburt zu verhelfen. Die Charaktere sind herrlich, die Geschichte ist wunderbar erzählt und dabei auch noch überaus spannend und teilweise saukomisch. Ich möchte jetzt sofort Detektiv werden.“
– Markus Kavka, Dezember 2011

„Mandels Büro fand ich sehr unterhaltsam! Hoffentlich verfilmt das jemand!“
– Bela B., Januar 2012

„Mandels Büro funktioniert nämlich nicht nur als Krimi, sondern auch als pointierte Abrechnung mit der Medien- und Musikbranche. Da Mayer aus dieser Welt kommt, treffen seine Anspielungen ins Schwarze.“
– Jan Schwarzkamp, Visions Magazin, Januar 2012

„Der Autor dieses sympathischen Irrsinns [..] kennt sich nicht nur in der Popgeschichte aus, sondern auch mit alten Jungsfreundschaften. Und obwohl er nicht mit absurden Zufällen spart, ist die Geschichte nie komplett überdreht. Sein bester Kniff: die drollig dilettantischen Ermittler, die den Wahnsinn brav nach den Regeln des IHK-Umschulungskurses für Detektive bekämpfen.“
– NEON, Januar 2012

„Als Debütroman sind die 336 Seiten in Taschenbuchform also durchaus ein kurzweiliger und flott zu lesender Volltreffer [..]“
– musikansich.de, Januar 2012

„Glaubwürdig, superlustig und spannend bis zur letzten Seite, eine echte Pflichtlektüre, nicht nur für angehende Journalisten und Detektivpraktikanten.“
– Anne Müller, Sonic Seducer, Januar 2012

„Herrlich ergötzlich geschrieben, mit sehr viel ironischem Augenzwinkern. Wer immer schon alle möglichen Vorurteile über dieses Rock’n’Roll-Business hatte, der wird herrlichst bestätigt durch diesen Roman.“
– Leo Schuwerak, HR2, Februar 2012

„Die in einem irgendwie münchnerisch wirkenden Kaff spielende Geschichte um den Mord an einem Bandleader erinnert zudem von fern an die Episoden in “Kir Royal”. Der Ich-Erzähler wirkt zunächst wie ein Trottel vom Dienst, bis man den Eindruck gewinnt, dass er von allen am meisten draufhat. Und das Beste: Berni Mayer trifft den richtigen Ton und schreibt mit viel Augenzwinkern. Lesenswerte Stereotypien aus dem “Milljöh”.“
– Culturmag.de, März 2012

„Das Buch ist augenscheinlich gut recherchiert und der Autor brilliert mit authentischen Dialogen. [..] Berni Mayer ist ein höchst unterhaltsamer Krimi abseits des Mainstreams gelungen, und seine beiden unkonventionellen Helden haben durchaus das Potenzial für weitere Romane.“
– Andreas Kurth (krimi-couch.de), März 2012

„Die neue Rolle des Krimiautors steht ihm überraschend gut. Vor allem die beiden Hauptfiguren sind recht charismatisch und deren Dialoge stellenweise sehr amüsant.“
– Christoph Parkinson, OX-Magazin, März 2012

„[..] Mayer bietet mit seinem Debüt gute Unterhaltung, die – dank seiner eigenen Branchenerfahrung – durchaus glaubwürdig mit dem Musikbusiness als Hintergrund für seine Film Noire – Handlung spielt.“
– Christian Ihle, taz.de, Mai 2012

„Mit reichlich Drive und absurden Wendungen erzählt Mayer eine satirische Krimistory aus der Welt des Rock’n’roll. Die überkandidelte Großstadt-Hipness kann bisweilen aber auch nerven.“
– Fred Filkorn, Mittelbayerische Zeitung, März 2012

„Das Debüt von Berni Mayer, einst bei MTV und Viva, ist ein Lesegenuss und bei aller Spannung stellenweise richtig lustig. Bleibt zu hoffen, dass diese beiden Rock’n’Roll Detektive bald ihren zweiten Fall bekommen.“
– Münchner Merkur, März 2012

Kurzinterview:
Kulturnews.de

Und Tourdaten:

17.01.2012 Mandels Büro, Eröffnungslesung, Buchbox Berlin
20.01.2012 Lesung bei 1Live Klubbing, Köln
16.03.2012 Leipzig, mit Oliver Uschmann, Ilsse Erika
17.03.2012 Merseburger Lachnacht, Special Guest
28.03.2012 Regensburg, Alte Filmbühne
29.03.2012 München, Laab, Musik: Mexican Elvis
03.04.2012 Hamburg, Molotow, Gast: Max Leßmann (Vierkanttretlager)
14.04.2012 Mainz, Bukafski, Musik: Thomas Müller (Million Dollar Handshake)
24.05.2012 Berlin, Melody Nelson mit Katja Berlin
12.08.2012 Berlin, Heimathafen